Archiv der Kategorie: Buchtipps

“Leiden im Licht” – Ariella Käslin erzählt ihre bewegende Geschichte

Mit vier Jahren kam das quirlige und engeriegeladene Mädchen zum Turnen. Zwanzig Jahre später gibt sie ihren Rücktritt – nur wenige Monate vor den Olympischen Spielen in London 2012. Was ist dazwischen passiert? Wie kam es zu diesem Entscheid?

Ariella erzählt in ihrem kürzlich erschienenen Buch, wie ihr Leben als Kinder- und Profisportlerin aussah, wie sie die “Sportschmiede Magglingen” unter einem umstrittenen Nationaltrainer erlebt hat und wie ihr Herz und ihr Kopf ein ständiges Dasein zwischen Miteinander und Gegeneinander gepflegt haben. Es ist ein bewegender Bericht mit Achterbahncharakter. Die mutigen Worte einer jungen Frau, welche auf der Suche nach der Verwirklichung ihrer Träume, auf einen Alptraum gestossen ist. Die Fassade nach aussen immer aufrechterhalten, doch den Mensch in ihrem Körper zu sehr vernachlässigt.

Ein Buch, das Augen öffnet Ariella Kaeslin – Leiden im Lichtund hinter die Kulissen eines Profisportlers blicken lässt. Ariella wurde von den beiden NZZ-Journalisten Christof Gertsch und Benjamin Steffen unterstützt.

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Tragikomik für alle in der Geriatrie tätigen

Als ich per Zufall im Internet über dieses Buch gestolpert bin, war ich erst etwas unsicher, ob es hält was es verspricht und ob es Menschen mit Demenz nicht in ein falsches Licht stellen könnte.

Beim Lesen (im Zug) musste ich mir immer wieder ein lautes Lachen verkneifen und war  berührt von den tragisch-komischen Beschreibungen von Menschen mit einer Demenziellen Entwicklung. Auch wenn der Autor scheinbar dazu neigt, die negativen Seiten der Krankheit (und die der Pflegenden und Angehörigen) herauszustreichen, so konnte ich doch einiges entdecken, was der Wahrheit und dem echten Leben entspricht.

Genauer will ich gar nicht darauf eingehen (die Geschichte ist auch sehr schwer zu beschreiben) und überlasse gerne jedem/jeder Leser/in selbst, was er/sie davon halten möchte. Ich finde auf jeden Fall dass es eine gelungene Karikatur der Gesellschaft ist, schonungslos und mit viel schwarzen Humor. Sehr empfehlenswert!

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Pflege auslagern?

Seit ich im Geriatrie-Bereich arbeite, setze ich mich vermehrt mit verschiedenen Betreuung- oder Pflegeformen und unterschiedlichsten Institutionen auseinander. Besonders im Umgang mit Menschen mit einer Demenz ist sowohl von Angehörigen als auch Pflegepersonal immer wieder grosse Flexibilität, Kreativität und auch Nervenstärke gefragt.

Eine Form der Betreuung, von der man in den letzten Jahren immer wieder gehört oder gelesen hat, ist die Unterbringen von Menschen mit Demenz in Einrichtungen in Thailand. Aufgrund der niedrigen Lebenskosten ist es dort möglich, PRO KLIENT UND KLIENTIN DREI PFLEGEKRÄFTE einzustellen. Umstände, wie sie in der Schweiz nur schwer vorstellbar sind.

Auch wenn es nebst den eindeutigen Pros defintiv auch einige Gegenargumente für eine “Auslagerung” der Pflege gibt, finde ich es ein spannendes Konzept, das vermutlich auch Zukunft haben wird.

Und auf jeden Fall ist es Wert einmal genauer hinzuschauen und zu hinterfragen. Aber sehet selbst: http://www.alzheimerthailand.com/AlzheimerThailand/Index.htm

9783038124818xl

Ich lese übrigens gerade das Buch “Mit Alzheimer im Land des Lächelns” von einem Pionier in diesem Bereich – sehr empfehlenswert und (wenn ich recht informiert bin) auch in der ZAG-Bibliothek zu finden!

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Shantaram – ein Buch der besonderen Art

In meiner Familie lesen fast alle gerne und so auch ich. Doch bin ich die einzige die Bücher auch zweimal liest. So kommt es immer wieder, dass ich reihenweise Bücher kriege, die meine Verwandten durchgelesen haben und nicht mehr wollen. Wie man sich so denken kann, hat es dann schlussendlich von den Horrorgeschichten von meiner Oma bis hin zu den Romanzen von meinem Opa alles mit dabei. Manches ist nicht so mein Stil und kommt ins Brockenhaus, der Rest wandert in meinen «Büchervorrat».

Vor einiger Zeit war dann ein sehr beeindruckendes Buch dabei dass ich so schnell nicht mehr vergessen werde, Shantaram von Gregory David Roberts.

Während dem ich das Buch las war ich hingerissen davon, wie überzeugend und real das Buch wirkt. Da ich wie meistens das Umschlagblatt entfernt und den Klappentext mehr überfolgen als gelesen hatte, konnte ich nicht ahnen, dass dieses Buch auf dem Leben vom Gregory David Roberts, dem Autor basiert.

Shantaram handelt von einem jungen Mann, Lindsay, der von Australien aus nach Indien vor der Interpol flüchtet. In Bombay angekommen lernt er den jungen Prabaker kennen, der ihm durch die ganze Geschichte hindurch ein treuer Freund und Begleiter bleibt. Nach und nach lebt sich Lindsay in Bombay ein und lernt die Sprache. Alles scheint einen guten Weg zu nehmen, doch als Lindsay die deutsch-amerikanische Karla kennenlernt fängt der ganze Wahnsinn an. Ihre Untergrundkontakte werden den flüchtigen Lindsay in ihren Bann ziehen und Liebe, Tod, Krieg und Versöhnung liegen nah beieinander.
Nebst der Story im Buch erfährt man auch einige wissenswerte Aspekte der indischen Kultur und Geographie, sowie über die Verhältnisse mit den Nachbarländern.

Mehr will ich euch über das Buch eigentlich nicht erzählen, sodass es beim Lesen auch noch spannend ist. Das Buch lohnt sich auf jeden Fall und hat für alle etwas dabei.

Für alle die sich nun selbst von diesem Buch überzeugen wollen:

http://www.exlibris.ch/de/buecher-buch/deutschsprachige-buecher/gregory-david-roberts/shantaram/id/9783442473083?gclid=CjwKEAjwv9-gBRD5ofn2jd2N0UUSJACcdilsTVnzfiD_iHARhUpuUBpUR8UFVSrm9H6parpykTsUehoCxuLw_wcB

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Thriller-Trilogie mit Suchtpotential!

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Für alle Leseratten mit hang zu dramatischen Thrillern: eine Buchempfehlung, die es bisher kaum in die “Hitparade” der Belletristik geschafft hat.

Völlig per Zufall bin ich auf den ersten Band der sogenannten Tretjak-Trilogie gestossen. Michael Tretjak – so der Name des Protagonisten – ist darin “der Regler”, der für die Schönen und Reichen der Welt regelt, was ihnen nicht passt. Karriere, Geld, Leben, alles – die Folgen für den Regler zeigen sich im Buch und in dessen Fortsetzungen.

Was mich besonders an die Bücher fesselte, war die Tatsache, dass die Geschichten hauptsächlich in Deutschland und der Schweiz spielen, was einem den - zwar fiktiven aber sehr realitätsnahen – Geschehnissen einiges näher bringt.

Mehr möchte ich dazu gar nicht verraten, leset selbst, staunet und hänget an den Büchern;-).

http://www.exlibris.ch/de/buecher-buch/deutschsprachige-buecher/max-landorff/der-regler/id/9783596186457

http://www.exlibris.ch/de/buecher-buch/deutschsprachige-buecher/max-landorff/die-stunde-des-reglers/id/9783651000186

http://www.exlibris.ch/de/buecher-buch/deutschsprachige-buecher/max-landorff/die-schweigenden-frauen/id/9783651000353

 

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