Monatsarchive: Oktober 2011

Sport ist irrelevant

Die alte Tante erlaubt sich gelegentlich im Sportteil Scherze. Sie gibt sich alle Mühe im Sportteil über alles zu berichten, ausgenommen natürlich über Sport. Diesen Teil der Zeitung illustriert sie auch mit Bildern, wo Sportler sich unsportlich präsentieren dürfen. So z. B. am 16. August auf Seite 40:

Oder unter dem Titel „Viel neues soll schnell blühen“ am 10. August  2011 auf Seite 40:

Was dies bedeutet bleibt ein Rätsel, auch wenn man den Artikel „Feldversuch eines Trainers“ gelesen hat (Bild aus NZZ, 9.August 2011 S. 38):

Aber am besten gefällt mir folgende unsportliche Kolumne, die am 16. August 2011 in der Rubrik “Das Wort zum Sport” veröffentlicht wurde:

“Küssen strikte verlangt

Daniele Muscionico, Creuse · Frankreich ist eine genusssüchtige Nation. Das Land der Erotomanen, gefährlichen Liebschaften hat Übung in diesen Dingen. Erst jüngst hat es einen Lukullus alter Sitten und Gebräuche wiederentdeckt und feiert ihn entsprechend: den Herzog von Croÿ (1718-1784), Marschall, Höfling sowie Chronist seiner Zeit. 47 Jahre vor Ausbruch der Revolution schildert er in seinen Tagebüchern Frankreich auf dem Höhepunkt seiner Macht – und seiner Ausschweifungen.

Auch wenn diese Macht mächtig darniederliegt, ihrer joie de vivre haben die Nachfahren von Louis XIV die Treue gehalten. Wie sonst liesse sich erklären, dass des Franzosen liebster Volkssport das Küssen ist? Faire la bise heisst das sportliche gegenseitige Beriechen und Beschnüffeln bei jeder Art von Begrüssung. Und ein Eremit, wer die französische Schwäche für den Wangenkuss nicht teilt, diese postkannibalische Form der Grande Bouffe. Sag mir, wie du riechst, und ich sag dir, wie ich dich essen werde.

Doch so schnell ist die Sache nicht vom Tisch, wie sie angerichtet ist. Denn ist das Unweigerliche einmal beschlossen – ich küsse heute Unbekannte, ich bin französisch promiskuitiv -, heisst die nächste Frage frei nach Shakespeare: «2 bises or not 2 bises, that is the question!» Wie viele Küsse sind angebracht in diesem unersättlichen Land? Einer, zwei, dreivierfünf? Denn glaube keiner, dass man sich in der Bretagne genauso oft die Wangen riebe wie etwa im Loire-Tal. Frankreich ist zwar ein Zentralstaat, doch faire la bise scheint sich in einer alten föderalistischen Nische frisch zu halten.

So empfiehlt es sich, stets einen Kuss in der Hinterhand zu haben, weil man ja nie weiss, was entgegenkommt an feuchtem Genuss. Noch idealer aber ist es, den Kuss-Knigge zu befragen, der mir beispringt, nicht das Richtige am falschen Platz zu tun: vier Küsse dort zu verschleudern, wo man sich nur dreimal küsst. «Combien de Bises» heisst er, und es liegt ihm eine Umfrage unter 77 562 Probanden zugrunde. Pech hat der, der in der Creuse wohnt; das Département im Herzen Frankreichs belegt mit mageren 171 Nasen bezüglich Beteiligung den letzten Rang. Wo keiner lebt, will keiner küssen. Aber was, wenn doch?!”

Und zu dieser Kolumne noch das passende Bild (NZZ am Sonntag, 30. Oktober 2011):

 

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Eignungstest Pflege HF

Gestern war ich am Eignungstest für die Pflege HF. Ich habe schon viele Informationen von meinen Kolleginnen erhalten, die diesen Test schon hinter sich haben. Jedoch war ich trotzdem so richtig nervös.

Von einer Kollegin hatte ich einen sehr guten Ratschlag, um mir meine Aufregung abzubauen. Sie riet mir an das Buch Testtrainer IQ-Tests von Dr. Wolfgang Reichel zu kaufen. So ging ich in den Orell Füssli auf Zürich, wo mir eine Verkäuferin dieses Buch in die Hand drückte:

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Erscheinungsbild

Hallo zusammen. Ich hab gedach, ich lass mal wieder etwas von mir hören. ^^
Ich dachte, ich schreibe mal über ein etwas pikantes Thema; das Erscheinungsbild.
Ich arbeite jetzt seit Anfangs August als FaGe im 1.Lehrjahr und uns wurde schon von Anfang an eingetrichtert, dass wir auf ein gepflegtes Äusseres achten sollen, was ich ja bei einigen Dingen gut verstehen kann. Dazu gehören aber unter anderem auch Frisur, Haarfarbe, Schmuck etc. Und das, finde ich, ist teilweise etwas übertrieben. Ich weiss, dass man logisch in diesem Beruf mit zum teil etwas älteren Klienten zu tun hat und nicht wie ein dahergelaufener Strassenpenner aussehen darf. Auch weiss ich, dass ich mich hier etwas weit aus dem Fenster lehne, aber wenn man bei jedem Mal, bevor man zum Friseur geht, um Erlaubnis fragen muss, obwohl man sich nur die Haare schneiden will, finde ich es schon etwas.. naja, krass. Dass man sich die Haare nicht einfach blau färben kann, ist mir ja schon klar, doch bei manchen Dingen finde ich es schon ein wenig übertrieben. Vor allem wenn man sieht, dass Leute, die schon länger im Team arbeiten, überhaupt nicht auf dieses Thema angesprochen werden. Das kann ich als Neuling einerseits schon verstehen, aber ich finde doch, dass gerade in einem solchen Punkt, der alle gleichermassen betrifft, auch alle gleich behandelt werden sollten – egal, ob man nun seit 5 Jahren oder 3 Monaten auf dieser Station arbeitet.
Was ich dann auch oft sehe, wenn ich von diesem kleinen Problem erzähle, sind erstaunte Gesichter meiner Freundinnen, die ebenfalls im 1.Lehrjahr sind und bei denen dieses Thema offenbar nicht so streng gehandhabt wird.

Was mich nun interessieren würde; Wie ist es bei euch? Was sind die Regeln auf eurer Station und wie findet ihr diese? Ist es auch so streng oder gibt es Ausnahmen? Und gibt es gewisse Richtlinien, was Frisuren betrifft, die aber allgemein gültig sind?

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“Bahnen des Lebens” Wissenswertes über Herz, Gefässe und Lunge

Am Samstag, 29. Oktober organisiert das Universitätsspital Zürich einen Informationstag im Hauptbahnhof Zürich. Von 10 bis 17 Uhr

Es gibt diverse Präsentationen, Tests, Operationsroboter, Laser und Kunstherzen. Ausserdem begehbare überdimensionale Organe und einen Wettbewerb.

Mehr Infos: http://www.usz.ch/BahnenDesLebens/Seiten/default.aspx

Schade, habe leider selber keine Zeit – spiele DOG am Turnier in Affoltern a. A.

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Lässt sich die Schweiz von den Taliban erpressen?

“Wir haben Angst, dass wir die Schweiz nie mehr wiedersehen” sagt Daniela W. laut 20Minuten. Daniela W. ist eine der zwei Geiseln, die im Juli in Pakistan von der Taliban verschleppt worden sind.

Die Taliban verlangen von Pakistan und Amerika die Freilassung von Häftlingen und von der Schweiz eine grössere Summe Geld.

Was würdet ihr als Staat machen? Natürlich ist das Wohl der Schweizer das Wichtigste, aber man wird auch leicht erpressbar wenn man auf solche Forderungen eingeht. Plötzlich lohnt es sich Schweizer zu enführen. Kann dem Paar auch Leichtigkeit vorgeworfen werden, da dieses Gebiet als Hochburg der Taliban gilt? Und trotzdem, wenn es sich um meine Freunde handeln würde, würde ich auch alles dafür geben, dass sie wieder nach Hause kommen.

Ich finde es ein sehr schwieriges Thema, wie denkt ihr darüber?

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